P4 Agreement
Das P4 Agreement (deutsch: P4-Abkommen) oder Trans-Pacific Strategic Economic Partnership (SEP; deutsch: Transpazifisch strategische, wirtschaftliche Partnerschaft) ist ein mehrseitiges Freihandelsabkommen, zu dem die Länder Brunei, Chile, Neuseeland und Singapur gehören. Das Abkommen wurde am 3. Juni 2005 unterzeichnet und trat am 1. Januar 2006 in Kraft.
Die Trans-Pacific SEP war ursprünglich unter dem Namen Pacific Three Closer Economic Partnership (P3-CEP) bekannt. Die ersten Verhandlungen zur Errichtung dieser Handelszone wurden auf dem APEC-Gipfel 2002, Los Cabos, Mexiko vom chilenischen Präsidenten Ricardo Lagos, dem Premierminister Singapurs, Goh Chok Tong sowie der neuseeländischen Premierministerin, Helen Clark begonnen. Brunei nahm erst seit der fünften Gesprächsrunde im April 2005 voll an den Verhandlungen teil. Trotz kultureller und geographischer Unterschiede, bestehen doch einige Gemeinsamkeiten zwischen den vier Staaten: Alle sind ziemlich klein (haben weniger als 16 Millionen Einwohner), sind relativ hoch entwickelt und sind offizielle Mitglieder der Asia-Pacific Economic Cooperation (APEC).
Das Ziel dieses Abkommens war der Abbau von 90 % aller Zölle zwischen den vier Mitgliedsstaaten zum 1. Januar 2006. Bis 2015 soll es zwischen den vier Staaten keine einzige Zollabgabe mehr geben. Der umfassende Vertrag enthält alle Hauptstützen eines Freihandelsabkommens, wie zum Beispiel der Handel mit Gütern, Dienstleistungen, Geistigem Eigentum, nationenübergreifende Auftragsvergabe oder einen freien Wettbewerb.
Durch die Ausformulierung einer Beitrittsklausel wurde anderen Staaten die Möglichkeit gegeben, ebenfalls Mitglied des P4 Agreements zu werden. Diese wurde bereits im Fall von Brunei verwendet und laut des neuseeländischen Außenhandelsminister Jim Sutton haben bereits mehrere Staaten der APEC Interesse geäußert.
Biomedizin
Die Biomedizin ist eine Teildisziplin der Humanbiologie im Grenzbereich von Medizin und Biologie. Sie ist ein interdisziplinäres Fachgebiet, das Inhalte und Fragestellungen der experimentellen Medizin mit den Methoden der Molekularbiologie und der Zellbiologie verbindet. Im Mittelpunkt stehen die molekularen und zellbiologischen Grundlagen des Lebens und seiner krankhaften Veränderungen. Ziel der Biomedizin ist wissenschaftliche Erforschung der Ursachen von Krankheiten, um Krankheiten kausal (ursächlich) behandeln bzw. ihnen effektiv vorbeugen zu können.
Unter dem Begriff „Biomedizin“ wird eine Anzahl heterogener alternativer Behandlungsmethoden des Autismus zusammengefasst.
Dazu zählen:
- Diäten wie die gfcf-Ernährung (gluten- und kaseinfreie Diät)
- Schwermetallausleitung
- Bekämpfen von Darmpilzen
- Verabreichung hoher Dosen Vitamin B6 und Magnesium
- Gabe von Immunglobulinen
Christina Zacker
Christina Zacker (* 23. Dezember 1954 in Landshut) ist eine deutsche Journalistin und Buchautorin.
Nach dem Abitur am Katharinen-Gymnasium in Ingolstadt begann sie neben dem Studium von Soziologie, Politologie und Kommunikationswissenschaften die Ausbildung an der Deutschen Journalistenschule in München und gehörte dort der 14. Lehrredaktion an. Es schloss sich ein Volontariat bei der Boulevardzeitung „tz“ - ebenfalls in München - an.
Nach der Ausbildung zur Redakteurin arbeitete sie ab 1978 bis 1987 beim Gong-Verlag (München) bei der Zeitschrift „die aktuelle“, danach als Ressortleiterin und Textchefin bis 1993 im Klambt-Verlag (Speyer) im Redaktionshaus in Baden-Baden bei der Zeitschrift „7 Tage“.
Seit 1993 ist Christina Zacker als freiberufliche Journalistin und Kolumnistin tätig für Zeitschriften der Verlage Bauer, Springer, Burda und Weltbild) sowie als Buchautorin, unter anderem für die Verlage Droemer-Knaur, Econ, Falken, Heyne, Ludwig, Mosaik, Midena, Südwest und Urania.
Spezialgebiete sind Ernährung und Gesundheit, Erziehung und Psychologie sowie die Beschäftigung mit überliefertem Wissen (Bauernregeln, Mond- und Hundertjährige Kalender, Astrologie). Erschienen sind - neben Titeln unter eigenem Namen - etliche Bücher unter dem Pseudonym Franziska von Au (dies war der Mädchenname ihrer Urgroßmutter), hier vor allem der „Knigge 2000“.
Ludwig August Struve
Ludwig August Struve (* 18. August 1795 in Altona; † 29. August 1828 in Dorpat) war ein deutscher Arzt.
Struve war der Bruder des Astronomen Friedrich Georg Wilhelm von Struve.
Struve studierte an den Hochschulen von Dorpat und Köln Medizin. Diese Studium schloss er 1815 erfolgreich mit einer Promotion zum Dr. med. & chir. ab. Als solcher ließ er sich anschließend Altona als praktischer Arzt nieder. Bis 1823 wechselte er mit seiner Praxis nach Wilster und nach Elmshorn.
1820 wurde Struve als korrepondierendes Mitglied in die dänische medizinische Gesellschaft aufgenommen. 1820 avancierte Struve zum Professor der Therapie und wurde zum Direktor der Universitätsklinik Dorpat berufen. Auf Grund seiner Verdienste ernannte ihn der Zar zum russischen Hofrat.
Im Alter von 33 Jahren starb Ludwig August Struve am 29. August 1828 in Dorpat.
Atkins-Diät
Die Atkins-Diät, benannt nach ihrem Erfinder Robert Atkins, ist eine Diät nach dem Low-Carb-Prinzip. Sie reduziert die Aufnahme von Kohlenhydraten am Anfang drastisch und nutzt Fett sowie Eiweiß als Hauptenergieträger. Dieser Ansatz soll nach Ansicht der Anhänger der Atkins-Diät den Körper dazu zwingen, Fett zur Energiegewinnung in Keton-Körper zu verwandeln. Die Atkins-Diät ist umstritten und wird von vielen Ernährungsexperten als einseitig und potenziell gesundheitsschädlich abgelehnt.
Die von Atkins 1989 gegründete “Atkins Nutritionals Inc.” war eine schnell wachsende Firma, die Millionen von Menschen, die sich dem “low carbohydrate lifestyle” verschrieben hatten, mit einer breiten Palette von entsprechenden Produkten versorgte. Nach dem Abebben der Atkins-Welle in den USA ging es jedoch mit dem Unternehmen steil bergab. Am 31. Juli 2005 verkündete ein Unternehmenssprecher, dass Atkins Nutritionals Inc. Insolvenz beantragt habe.
Die Prinzipien der Atkins-Diät
Als Atkins in den 1970er Jahren sein Diätbuch veröffentlichte, hieß seine Devise: Fett und Eiweiß sind erlaubt, Kohlenhydrate verboten. Später hat er dieses Prinzip modifiziert, so dass Kohlenhydrate nun in kleinen Mengen Bestandteil der Diät sind. Die kohlenhydratarme Kost soll den Blutzuckerspiegel niedrig halten. Vitamine und Mineralstoffe sollen durch Zusatzpräparate aufgenommen werden. Wesentlich ist, dass der Körper Eiweiß im Gegensatz zu Kohlenhydraten nicht speichern kann, so dass überschüssiges Eiweiß ausgeschieden wird. So bleibt zur Energiegewinnung vor allem Fett.
Bei der Atkins-Diät gibt es vier verschiedene Phasen, die sich durch unterschiedliche Zufuhrmengen an Kohlenhydraten unterscheiden. Personen mit starkem Übergewicht sollen mit Phase I anfangen, um möglichst schnell in die Lipolyse, speziell die so genannte Ketose zu kommen, bei der vom Körper Fett verbraucht wird. Außerdem soll, vor allem wenn man nicht weiter abnimmt, auf die Kalorienmenge geachtet werden. Sport wird mittlerweile angeblich als wichtiges Element der Diät angesehen; das war zunächst nicht der Fall.
Atkins empfiehlt Nahrungsergänzungsmittel, um einen Mangel an Vitaminen und Mineralstoffen auf Grund der einseitigen Ernährung zu vermeiden.
- Hauptartikel: Ketose
Der Körper nutzt aufgenommene Kohlenhydrate, um sie in Energie zu verwandeln. Werden mit der Nahrung keine Kohlenhydrate zugeführt, ist das nicht möglich, so dass der Stoffwechsel umgestellt werden muss auf Fettverwertung. Dabei werden Fettsäuren in der Leber als Glucoseersatz in so genannte Ketonkörper verwandelt. Ketone entstehen grundsätzlich bei jeder Diät, sobald der Körper auf Hungerstoffwechsel umschaltet, vor allem beim Fasten. Eine erhöhte Konzentration wird als Ketose bezeichnet, erkennbar an deutlichem Mundgeruch als Folge des Stoffwechselproduktes Aceton. Vermehrte Ketonkörper im Blut sollen angeblich appetithemmend wirken. Abgeleitet von Ketose bezeichnen sich die Atkins-Anhänger auch als Ketarier.
Hier sollten nur bis zu 20 g Kohlenhydrate täglich 14 Tage lang gegessen werden. Fleisch bietet laut Atkins neben Eiern die optimale Kombination an Aminosäuren. Auch Soja-Produkte können verwendet werden. Die erlaubte Kohlenhydratmenge sollte als Salat und Gemüse aufgenommen werden, um Verstopfungen zu vermeiden. Brot ist verboten.
Es wird empfohlen, die Atkins-Diät mit einem Arzt abzusprechen, um die Änderung der Blutwerte zu überprüfen. Durch die sehr geringe Menge an Kohlenhydraten ist der Körper schnell gezwungen, zur Energiegewinnung auch Fett heranzuziehen. Die dabei als Zwischenprodukt auftretenden Ketonkörper können mit Hilfe von sogenannten Ketosticks im Urin nachgewiesen werden.
Phase II (Grundlegende Reduktionsdiät)
In Anschluss an Phase I wird die Ernährung weitergeführt, nun können nach der Modifikation der Diät Woche für Woche mehr nährstoffreiche Kohlenhydrate wie Gemüse, Nüsse, Beeren, Samen und auch Bohnen und Hülsenfrüchte in die Ernährung eingebaut werden. Dabei soll die Menge an zugeführten Kohlenhydrate um 5 g pro Woche erhöht werden, so dass in der ersten Woche auf 25 g Kohlenhydrate, in der zweiten Woche auf 30 g usw. erhöht wird.
Sobald man nicht mehr abnimmt, soll die Kohlenhydratmenge wieder um 5 g verringert werden. Man kennt nun die Mengen an Kohlenhydraten, die man maximal verzehren darf um weiter abzunehmen. Bei den meisten Menschen soll die Menge dauerhaft zwischen 40 und 60 g liegen.
Phase III (Vor-Erhaltungsdiät)
Nun soll die Gewichtsabnahme nahezu stagnieren. Dazu kann wieder die Kohlenhydratmenge jeder Woche um 10 g weiter erhöht werden oder an zwei Tagen in der Woche zusätzlich 20 bis 30 g Lebensmittel mit einer hohen Nährstoffdichte zur Nahrung ergänzt werden, solange man immer noch abnimmt.g
Phase IV (Lebenslange Erhaltungsdiät)
Ist das Zielgewicht erreicht, erhöht sich die Auswahl an “erlaubten” Lebensmitteln.
Im April 2003 veröffentlichte das Wissenschaftsmagazin Journal of American Medical Association die erste systematische Datenauswertung aus 96 relevanten Studien (2.503 Artikel erfüllten nicht die notwendigen Kriterien, wie z.B. korrekte Kontrollen oder Studiendauer über 4 Tage) bezüglich der Wirksamkeit und Sicherheit von Niedrig-Kohlenhydratdiäten. Gemäß dem Ergebnis dieser Meta-Auswertung gibt es keinen Hinweis auf die Wirksamkeit von Niedrig-Kohlenhydratdiäten, wie z.B. der Atkins-Diät und ihrer Spielarten (JAMA, Vol. 289 No. 14, 9. April 2003).
Bei einer Vergleichsstudie zu vier Diäten, darunter die Atkins-Diät, die 2007 im JAMA publiziert wurde, verloren die Probandinnen der Atkins-Gruppe mit 4,7 kg in zwölf Monaten das meiste Gewicht. Die Studie merkt jedoch an, dass dieser Gewichtsverlust relativ gering sei. Es wurden keine negativen Auswirkungen auf die Cholesterin- und Insulinwerte festgestellt, einige Werte waren sogar besser als in den anderen Diät-Gruppen.Comparison of the Atkins, Zone, Ornish, and LEARN Diets for Change in Weight and Related Risk Factors Among Overweight Premenopausal Women
Seit einigen Jahren wird am Universitätsklinikum Benjamin Franklin in Berlin, unter ärztlicher Kontrolle eine kohlenhydratreduzierte Diät durchgeführt. In regelmäßigen Abständen werden die Blutgase, das Cholesterin, der Blutzucker und der Grundumsatz untersucht. Außerdem werden mehrmals Glucose-Toleranztests durchgeführt, um festzustellen, wie gut die Bauchspeicheldrüse funktioniert.
Neueren Untersuchungen zufolge funktioniert die Atkins-Diät tatsächlich insofern, als die Probanden Gewicht verlieren, doch nicht wegen der Umstellung des Metabolismus auf Ketonkörper, sondern weil die Probanden von sich aus ihre Nahrungsmittelaufnahme reduzieren und dadurch weniger Kalorien zu sich nehmen. Möglicherweise kommen die Betroffenen auf Grund der kohlenhydratarmen Nahrung früher zu einem Sättigungsgefühl; der zugrunde liegende biochemische Mechanismus ist allerdings noch unklar. Es wird vermutet, dass die sehr eiweißreiche Ernährung hierfür verantwortlich ist.Funktioniert die Atkins-Diät wirklich?
Die Ernährungswissenschaft geht davon aus, dass eine ketogene Ernährung bei Low Carb-Diäten zu verschiedenen Gesundheitsstörungen und -schäden führen kann, unter anderem Niereninsuffizienz, Leberschäden, Akne und Verstopfung. Der Fettgehalt bei dieser Diät liegt bei über 50 Prozent, die Diät ist nicht ausgewogen. Es gelten die Kritikpunkte für Low-Carb-Diäten.
„(…) eine begrenzte Aufnahme von Vollkornbrot und Getreide, Früchten und Gemüse stellt keine ausgewogene Ernährung dar. Die Abwesenheit dieser Nahrungsgruppen könnte das Risiko für Krebs oder kardiovaskuläre Erkrankungen erhöhen. Der Kohlenhydratgehalt dieser Diät liegt unter dem Minimum, das der Körper benötigt, um Gehirn und Muskeln mit Zucker zu versorgen. Personen, die sich der Atkins-Diät unterzogen, litten deutlich häufiger an Muskelkrämpfen, Durchfall, generellen Schwächeanfällen und Hautausschlägen als Personen unter der empfohlenen fettarmen Diät.“
2005 wurde das Ergebnis amerikanischer Forscher veröffentlicht, dass die Atkins-Diät auf Grund der Ketosewirkung zu einem signifikanten Anstieg der Methylglyoxal-Produktion
führt. Dieser chemischen Verbindung wird zelltoxische Wirkung zugeschrieben und sie kann vor allem bei Diabetikern zu Gefäß- und Gewebeschädigungen führen. Einzelne Fälle von lebensbedrohlicher Azidose sind bekannt.Widhalm/Fussenegger: Lebensbedrohliche Komplikationen bei Atkins-Diät
Patienten mit Niereninsuffizienz und Diabetikern, insbesondere wenn letztere mit Metformin behandelt werden, wird von Medizinern von der Atkins-Diät abgeraten, da bei ihnen die entstehenden Ketonkörper nicht ausreichend über die Nieren ausgeschieden werden können und die Gefahr der Azidose, einer Übersäuerung des Blutes, droht.
Atkins
Atkins ist der Name mehrerer Personen:
- Alan Atkins, Mitbegründer der Heavy Metal Band Judas Priest
- Chet Atkins, Country-Musiker
- Daryl Atkins, amerikanischer Verbrecher, siehe Atkins v. Virginia
- Eileen Atkins, britische Schauspielerin und Drehbuchautorin
- Henry Ernest Atkins, englischer Schachmeister
- Jeffrey Atkins, US-amerikanischer Rapper, auch bekannt als Ja Rule
- Juan Atkins, DJ und Mitbegründer des Detroit Techno
- Mark Atkins, australischer Didgeridoo-Spieler, Musiker und bildender Künstler
- Peter Atkins, Chemiker
- Robert Atkins, Ernährungswissenschaftler, bekannt durch die Atkins-Diät
- Sharif Atkins, Filmschauspieler
- Susan Atkins, amerikanische Mörderin; siehe auch Charles Manson
- Sir William Atkins, der Gründer der WS Atkins PLC
Atkins ist der Name mehrerer Orte in den USA:
- Atkins (Arkansas)
- Atkins (Iowa)
- Atkins (Virginia)
Sonstiges:
- Atkins-Diät
- Atkins (Film), Abenteuerfilm aus der ehemaligen DDR von 1985
Joachim Kretzer
Joachim Kretzer (* 1968) ist ein deutscher Schauspieler.
Bekannt wurde Joachim Kretzer als Achim Kreutzer in der Serie In aller Freundschaft, die er 1998 bis Folge 39 spielte. 1999 spielte er neben Maria Furtwängler in der Barbara Wood-Verfilmung Herzflimmern und neben Christine Neubauer in Twiggy - Liebe auf Diät. Es folgen u.a. die Rosamunde Pilcher-Verfilmung Wind über dem Fluß sowie Episodenrollen in den Serien Der Alte, Siska, Unser Charly, Für alle Fälle Stefanie, Der Bulle von Tölz, HeliCops und Die Rosenheim-Cops.
Im Kino etablierte er sich ebenfalls: Gabriel Barylli gibt ihm 1999 die Rolle des Andreas in Wer liebt, dem wachsen Flügel (mit Maximilian Schell und Verona Feldbusch) Oskar Roehler besetzte ihn 2005 für seine Verfilmung von Michel Houellebecqs Elementarteilchen. Außerdem spielt er in Jan Henrik Stahlbergs Muxmäuschenstill den Björn.
2005 und 2006 spielte er den Old Shatterhand an der Seite Gojko Mitics in Winnetou und das Geheimnis der Felsenburg bzw. Winnetou 3 bei den Karl-May-Spielen in Bad Segeberg.
Fratzer-Diät
Die Fratzer-Diät ist eine Ernährungstherapie für Multiple Sklerose-Patienten, benannt nach ihrem Erfinder Uwe Fratzer.
Dr. Uwe Fratzer (1942-1994) entwickelte diese Diät, um seiner MS-betroffenen Nichte helfen zu können. Da sich der Zustand seiner Nichte stabilisierte bzw. besserte, wendete Fratzer die Therapie ebenso erfolgreich bei anderen MS-Patienten an. Seine Arbeit wurde unterstützt von Dr. Olaf Hebener, welcher die Arbeit von Fratzer nach seinem Tod fortsetzte.
Es handelt sich um eine unspezifisch-entzündungshemmende Therapie, durch die der Zusammenbruch der Blut-Hirn-Schranke bei Multipler Sklerose verhindert werden soll. Die Durchlässigkeit dieser Schutzfunktion für das ZNS ist die Voraussetzung dafür, dass das Myelin der Nervenbahnen geschädigt wird.
Die Patienten halten eine linolsäurearme Diät ein, die zu einer Verminderung der verfügbaren Arachidonsäure führt und dadurch die Reaktionen auf entzündliche Ursachen vermindert. Die Schädigung des ZNS bei MS wird über entzündliche Mediatoren der Arachidonsäurekaskade, Sauerstoffradiakale sowie Zytokine, welche die spezifische Immunabwehr aktivieren, vermittelt.
Neben der Diät gewährleistet erst die Zufuhr weiterer Substanzen die Tragfähigkeit der Ernährungstherapie, und zwar von
- Lachsöl (Zufuhr hochungesättigter Omega-3-Fettsäuren maritimen Ursprungs)
- Selen
- Vitamin E
- Muschelfleischextrakten
Obstessig
Als Obstessig bezeichnet man aus Obstweinen hergestellten Essig.
Bei der Herstellung wird mit Hilfe von Essigbakterien (Essigmutter) der Alkohol in Essigsäure umgewandelt. Aufgrund des geringen Alkoholgehaltes der Obstweine hat Obstessig meist nur einen Säureanteil von 5%.
Obstessig kann aus allen Obstsorten gewonnen werden.
Die am weitesten verbreitete Art des Obstessigs ist der Apfelessig, der angeblich heilende Wirkung hat und auch bei Diäten eingesetzt wird. Eine tatsächliche Wirkung ist wissenschaftlich allerdings nicht belegt.
Refsum-Syndrom
Das Refsum-Syndrom (Synonyme: Refsum-Thiébaut-Krankheit, Heredopathia atactica polyneuritiformis, Morbus Refsum, Hereditary motor and sensor neuropathy IV, HMSN IV, Phytansäurespeicherkrankheit, MIM# 266500) ist eine autosomal-rezessiv erbliche peroxisomale Stoffwechselstörung. Benannt wurde es nach dem norwegischen Arzt Sigvald Refsum (1907 bis 1991), der diese Krankheit zuerst beschrieb.
Die hauptsächliche biochemische Abnormalität ist die Akkumulation von Phytansäure, einer gesättigten, verzweigtkettigen Fettsäure. Da sich bei Phytansäure an der β-Position eine Methylgruppe befindet, kann diese Fettsäure nicht direkt durch mitochondriale oder peroxisomale β-Oxidation metabolisiert werden. Demnach wird sie der peroxisomalen α-Oxidation unterzogen, für die das Enzym Phytanoyl–CoA-Hydroxylase verantwortlich ist. Ist dieses Enzym defekt, kommt es zum klinischen Erscheinungsbild des Morbus Refsum. Die Krankheit ist genetisch heterogen: Das defekte Enzym ist entweder die Phytanoyl–CoA-Hydroxylase selbst oder aber Peroxin-7, das für den Transport der Phytanol–CoA-Hydroxylase in die Peroxisomen verantwortliche Transportprotein.
Die vier großen Merkmale des Syndroms sind Retinopathia pigmentosa mit Nachtblindheit und progredienten Gesichtsfeldeinschränkungen, periphere Polyneuropathie, Ataxie (d. h. Unfähigkeit zur Koordination von Muskelbewegungen) und erhöhtes Protein im Liquor cerebrospinalis ohne Pleozytose (d.h. Zellvermehrung). Andere Charakteristika können Nystagmus, Ichthyose, sensorineuralen Hörverlust, Katarakte, erhöhte Gefahr für das Auftreten eines Winkelblockglaukoms, Mikrosmie, kardiale Rhythmusstörungen, Kardiomyopathie, geringgradige Skelettdeformitäten, Epiphysenmissbildungen, renale Funktionsstörungen und ehöhte Leberparameter umfassen.
Der Verlauf ist schubförmig mit Teilremissionen und akuten Exazerbationen vor allem bei metabolischem Stress während Operationen, Infekten, verminderter Kalorienzufuhr, Schwangerschaft oder schweren Erkrankungen, bei denen viel Phytansäure aus Leber und Körperfettgewebe freigesetzt wird. Die Symptomatik beginnt in einem Alter von der frühen Kindheit bis zu 50 Jahren, meistens aber im 2. oder 3. Lebensjahrzehnt. Männer und Frauen sind zu gleichen Teilen betroffen. Unbehandelt kommt es zu Ertaubung und Erblindung etwa um das 40.Lebensjahr. Lebensgefährlich können die während der Exazerbationen auftretenden akuten Rhythmusstörungen sein.
Das Refsum-Syndrom ist zum aktuellen Zeitpunkt nicht heilbar. Der Verlauf kann aber durch eine Therapie zum Stillstand gebracht werden. Dies ist dem Umstand zu verdanken, dass Phytansäure ausschließlich mit der Nahrung aufgenommen wird. Nahrungsmittel, die Phytansäure enthalten, schließen Molkereiprodukte ein, Rindfleisch, Reh- und Hirschtiere, Ziegen, Thunfisch, Kabeljau, Schellfisch und Lamm. Als Therapie wird neben einer Phytansäure-armen Diät eine Substitution der Vitamine A, C und E angestrebt. Wichtig, vor allem zu beginn der Diät, ist es, auf ausreichende Kalorienzufuhr zu achten, um Exazerbationen durch Mobilisierung von Phytansäure aus dem Fettgewebe zu vermeiden.
Ernährungsbeschränkungen von Nahrungsmitteln, die Phytansäure enthalten, verringern deren Plasmakonzentration und Phytanvorratslager bzw. –depots im Körper werden aufgebraucht. Bei Einhalten der Diät ist unter Umständen die periphere Neuropathie zum Stillstand zu bringen und die Ichthyose heilt ab. Auch bei den Augen- und Ohrensymptome findet keine Progression mehr statt, auch wenn diese nicht mehr regredieren. Plasmapherese hat sich als effektiv für eine positive initiale Reaktion und bei schweren Schüben erwiesen. Diese Therapie, wenn sie konsequent und so früh wie möglich angewandt wird, ist sehr effektiv.
